Beginn unseres Forschungsprojektes

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Beginn unseres Forschungsprojektes

Beitrag  Admin am Do Apr 24, 2008 7:28 pm

Liebe Forschungskollegen,

endlich wird es konkret! Am 23. April 2008 trafen sich Caro und Yves erstmalig und haben sogar
Ergebnisse vorzuweisen!

Abk: RForschung = Rezeptionsforschung
W = Wahrnehmung

Rekapitulieren Ausgangsposition der letzten Hinz Sitzung


Methode der Aufführungsanalyse geht auf die Semiotik zurück und was Pavis mit seinem Fragebogen gemacht hat
Welche Möglichkeit gibt es auf seine eigene Erfahrung zurückgreifen?
Man kann auch auf die Wahrnehmung der anderen zurückgreifen
Hier trifft man auf RForschung, wo nach Wahrnehmung geforscht wird
Eigenwahrnehmung und Fremdwahrnehmung müssen hierbei unterschieden werden
Rezeptionsforschung kann beides beinhalten

Hermeneutik, Sinnverständnis aufgrund von Textmaterial
RForschung ist einer der drei Kanäle, über die man Infos über die Aufführung bekommt. Die anderen beiden Kanäle Semiotik und Rezeption und Hermeneutik

Simulacrum: Semiotik plus Hermeneutik
Was ist genau Simulacrum?

Wie verhält sich die Atmosphäre innerhalb der Aufführungsanalyse?

(Wie) Kann man Atmosphäre (überhaupt) wahrnehmen? Gibt es absolute Atmosphäresituationen, denen man sich nicht entziehen kann? Was passiert, wenn die Atmsphäre nur von einem Teil der Rezipienten wahrgenommen wird?

Kurzenbergers Emilia Galotti Text (den wir im WS 07/08 Hinz-Reader gelesen haben) beschreibt die klassische Aufführungsanalysemethode, den Vergleich. Ein semiotischer und ein hermeneutischer Ansatz.

Analysiert werden kann
- Der Prozess
- Die Produktion
- Ein Ereignis

Probleme der Aufführungsanylse


Du kannst nicht rezipieren, ohne dass du etwas über die Aufführung analysierst. RForschung ist ganz unweigerlich Teil der Aufführungsanalyse.

Wahrnehmung

Als Zuschauer eine Wahrnehmung so konkret übermittelt bekommen, dass sie ins Bewusstsein tritt. Man muss davon ausgehen, dass die meisten Wahrnehmungen, die ein Mensch während der Vorstellung hat, nicht verarbeitet, nicht eingeordnet, nicht bewusst erlebt etc. werden. Nach Pavis: „Was ist geblieben“?

Der Intervall der Wahrnehmung
Wo beginnt / endet eine Wahrnehmung?
Wie lang ist eine Wahrnehmung? Wann beginnt / endet sie?
Beginnt sie mit dem Auftritt einer bestimmten Person und endet mit ihrem Abgang, oder wird sie in Szenen aufgeteilt oder Akte?
Oder wird sie mit Auftauchen und Abziehen (beispielsweise) von Nebel gemessen etc.?

Frage: Wie greife ich auf die Wahrnehmung der anderen zurück. Auf meine eigene W kann ich zurückgreifen, aber auf die der anderen?

Sender - Empfänger


Wenn ich vermag bestimmte Zeichen, die ich auf der Bühne wahrnehme und interpretiere, umzusetzen, heißt dies noch lange nicht, dass ich dasselbe darin sehe, was der Sender sendet.

Wechselwirkung zwischen Botschaft senden und empfangen. Abgleichen zwischen dem, was der Sender senden möchte und dem, was beim Empfänger angekommen ist und wie er es umsetzt.

Der Zuschauer als Bedeutungsproduzent


Was auch passieren kann: Es kann keine Bedeutung entstehen, obwohl es Bedeutung hat (Bsp.: Wenn der Rezipient überfordert wird und nicht an die Sendung anknüpfen kann)

„Die Kunst des Zuschauens“ (ist erlernbar!)


Was brauchst du für Softskills, um produktiv an einem Theaterabend teil zu haben, damit dir das, was auf der Bühne gezeigt wird, erfahrbar wird, damit das vom Zuschauer Verstandene sich dem angleicht, was das Ensemble darstellen will.

Mögliche Methoden für die Umsetzung der Wahrnehmungsforschung


Wichtig: Erst wissen, wo wollen wir hin und wie wollen wir dahin, dann loslegen „zu forschen“

Wichtig: Nicht alles kann analysiert werden, immer nur das Wichtigste rauspicken.

Was wird wann erinnert und wieso? Wahrnehmungsforschung nicht nur unmittelbar nach der Vorstellung betreiben, sondern auch einen Tag, eine Woche später etc.

Ziel der RForschung kann nicht sein, dass das Verständnis des Rezipienten sich mit der Absicht des Produzenten deckt.
Wir wollen die Funktionsweise von Wahrnehmung herausfinden (theaterspezifisch)

Letztendlich geht es darum, sowas wie Schultheater zu legitimieren. Medienrezeptionsforschung ist insofern auch interessant, weil der Staat gucken will, was er wie vermittelt.

Man braucht diese und jene Softskills, um Theater zu gucken und diese nützen dem Menschen bzw. dem Schulkind in seiner Entwicklung.


Subjektive Wahrnehmungsprotokolle als Ausgangspunkt (nach Pavis) für Rezeptionsforschung

Versuchen mit dem Körper zu arbeiten in der RForschung.
Bsp. Was passiert mit dem linken Knie während einer Vorstellung?
Beispielsweise könnte man einzelnen Zuschauern die Aufgabe geben, die Anzahl der Beinüberschlagungen (o.ä.) des linken (& rechten) Sitznachbarn zu messen. Daraufhin könnte man „absurde“ Thesen aufstellen (Nach Martin Frank: Je öfter man die Beine übereinander schlägt, desto mehr strengt man sich an, was so viel heißt wie: Ablenkung vom Stück, man sucht Beschäftigung, weil man sich „langweilt“ oder: Man ist so angespannt und mitgerissen von der Aufführung, dass man sich dazu (unbewusst) verhalten muss, sozusagen als Reaktion)

Ziel unserer Forschung


Wir wollen beweisen, DASS Theater eine bestimmte Wirkung hat!
Wir wollen eine wissenschaftliche Argumentationsgrundlage, weil man dies und das erlernt, wenn man Theater macht.

Kognitive und Emotionale Wahrnehmung


(siehe Metzlerlexikon, "Wahrnehmung"

Das Programmheft ist direkt dafür verantwortlich, um eine bestimmte kognitive Wahrnehmungsfähigkeit zu erfüllen / zu fördern. Man kann hineintun, was das Ensemble sich wie überlegt hat, um das „richtige“ Verständnis zu ermöglichen. Wenn man das nicht vorher bekannt gibt, hat der Rezipient größere Assoziationsmöglichkeiten. Wenn man das hinein schriebt, hat man die Möglichkeit den Rezipienten kognitiv zu beeinflussen

Man kann auch Zuschauer befragen zum Thema Wahrnehmung, indem man ihnen vorher Infos (möglicherweise via Programmheft) zukommen lässt, die sie vor Vorstellungsbeginn verinnerlichen. Um dann im Nachhinein zu überprüfen, wie viel von dem Behaupteten der Rezipient während der Vorstellung wahrgenommen hat.

Wir könnten unseren Untersuchungsgegenstand aufteilen in Einzelteile anhand kognitiver und emotionaler Wahrnehmunghttp://www.1webspace.biz/forschungsprojekt/23.04.08.dochttp://www.1webspace.biz/forschungsprojekt/23.04.08.doc

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Dateianhang

Beitrag  Admin am Fr Apr 25, 2008 6:38 pm

Hier das ganze zum Download als Word-Datei!

www.1webspace.biz/forschungsprojekt/protokoll1.doc

Es wird nur funktionieren, wenn ihr diesen Link in einem neuen Fenster öffnet. Leider ist eine direkte Verlinkung nicht möglich.

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Erneutes Zusammentreffen

Beitrag  Admin am Do Mai 08, 2008 1:06 am

Am 7.5. haben sich Yves und Caro erneut getroffen. Was dabei herausgekommen ist, kann hier downgeloaded werden:

http://www.1webspace.biz/forschungsprojekt/protokoll2.doc

Wir treffen uns am kommenden Pfingstmontag um 20.15 Uhr bei Yves erneut und bringen ca. drei Texte mit. Sie sollen etwas mit RF zu tun haben. Indem wir uns gegenseitig mit diesen Texten und Thesen überraschend konfrontieren hoffen wir auf neue Erkenntnisse zu stoßen.

Am Donnerstag, den 15.5. soll zwischen 9 - 10 Uhr ein Treffen mit Melanie in der Polizei FH stattfinden. Hier wollen wir erste Ergebnisse präsentieren und die weitere Verfahrensweise klären.

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Das dritte Protokoll

Beitrag  Admin am Mo Mai 19, 2008 11:12 pm

Am 16. Mai haben Yves und Caro sich erstmals Melanie gegenüber erklärt. Hier ein ausführliches Protokoll. Viel zu lang, und bitte wortwörtlich nicht ganz ernst zu nehmend.

http://www.1webspace.biz/forschungsprojekt/protokoll3.doc

Wir treffen uns am Montag, den 2. Mai um 16.30 Uhr bei mir. Bis dahin wird jeder von uns eine Gliederung, sowie ca. 3 Spiegelstriche pro Gliederungspunkt verfässt. Außerdem gilt es theoretisches Know-How zu erwerben zum Thema "Wie schreibe ich ein Konzept, was muss da rein?"

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